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Die Museumslokomotive E 94 279 seit dem Fristablauf
2007 - Stillstand Das gesamte Jahr 2007 verbrachte die E 94 279 im Kornwestheimer Lokschuppen. Da das Abstellgleis 7a wieder dem Betrieb zur Verfügung gestellt werden musste, wurden die E 94 281 und der Ersatzteilwagen zeitweise auf dem ehemaligen Kranzuggleis abgestellt. 2008 - Rückkehr ins Rampenlicht Mit zwei Auftritten kehrte die E 94 279 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit
zurück: Beim Familientag von DB Regio im Werk Stuttgart-Rosenstein (früher: Bw Stuttgart)
wurde die Maschine am 12. April ausgestellt, während die 01 1066 der Ulmer Eisenbahnfreunde
auf dem Nebengleis unermüdlich Führerstandsmitfahrten durchführte. Die Überführungen
von und nach Kornwestheim wurden mit Lauffähigkeitsbescheinigung im Schlepp einer
143 durchgeführt. Zuvor hatten fleißige Hände das Fahrwerk abgeschmiert und die
gesamte Lokomotive geputzt. 2009 - Wiedersehen mit 1020.44
Nachdem im Vorjahr alles so hervorragend gelaufen war, erhielten wir im Jahr 2009
erneut eine Einladung zur Teilnahme am Frühlingsfest in Koblenz-Lützel, das diesmal
eine internationale Fahrzeugparade beinhaltete. Im Vorfeld fand am 16. Mai ein
Arbeitseinsatz statt, bei dem die E 94 durchgecheckt, abgeschmiert und lauffähig
hergerichtet wurde. Am 22. Mai erfolgte die Überführung im Schlepp der Innsbrucker
Museumslokomotiven 1020.44 (ex E 94 136) und 1110 505. Da die E 94
bekanntlich keine Fristen hatte und die 1110 keine PZB 90, war zur Freude der
Fotografen die 1020 als führende Lokomotive im Einsatz. Im Spätsommer erfolgte abermals ein Einsatz zur Herstellung der Lauffähigkeit der
E 94 279. Der Aktion vorausgegangen war eine Anfrage seitens der Schwäbischen Alb-Bahn,
ob und unter welchen Umständen die E 94 als Ausstellungslokomotive für das
Bahnhofsfest in Reutlingen zum 150-Jährigen Streckenjubiläum der Neckar-Alb-Bahn
am 19. und 20. September zur Verfügung gestellt werden könnte.
Der Veranstalter muss in einem solchen Fall
stets die Kosten für die Lauffähigkeitsuntersuchung und die Überführungsfahrten
übernehmen und außerdem für den Zeitraum von der Abholung der Lokomotive bis zu
deren Rückkehr eine Versicherung abschließen. Nachdem die grundsätzlichen Formalitäten
geklärt waren, wurde im Rahmen der Fahrtenplanung die Idee geboren, die E 94
auch bei dem am gleichen Wochenende stattfindenden Märklin-Modellbahntreff in
Göppingen zu zeigen. Dort fand die Idee angesichts der Aussicht, mit 194 051,
194 192 und der E 94 279 gleich drei Deutsche Krokodile auf der Ausstellung
zusammenzubringen, fruchtbaren Boden. Noch am Abend ging es weiter nach Reutlingen, wiederum im Schlepp der 194 051 der Paflzbahn. Hier wurden wir auf dem Gelände der Freunde der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein in Reutlingen West sehr herzlich empfangen. Während die E 94 279 am Sonntag zusammen mit drei historischen Wagen der GES ein Teil der Ausstellung im Westbahnhof war, pendelte die 194 051 mit einer historischen Zuggarnitur mehrfach zwischen Plochingen und Reutlingen. Weitere historische Fahrten wurdem mit dem ET 65 005 nach Tübingen und der 58 311 auf der Ermstalbahn angeboten. Auch in Reutlingen nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, die E 94 einmal von Innen zu sehen. So lief auch der Souvenirverkauf an diesem Wochenende zur vollsten Zufriedenheit unseres Kassiers. Am Sonntagabend erfogte schließlich die Rücküberführung der Reutlinger und Göppinger Ausstellungsfahrzeuge. Zuglokomotive war wieder die 194 051, die unsere E 94 und mehrere Wagen zunächst nach Plochingen brachte und dann noch zwei Wagen in Göppingen abholen musste. In Stuttgart wurde noch die 23 042 beigestellt, bei der sich jedoch kurz vor der Abfahrt eine Schlauchverbindung zwischen Lok und Tender löste. Die Reparatur brachte den Fahrplan vollends durcheinander und so dauerte es letztlich bis Montagmorgen um 2.30 Uhr, bis unsere E 94 279 ihren angestammten Platz im Kornwestheimer Lokschuppen wieder eingenommen hatte. 2010 - 175 Jahre Deutsche Eisenbahnen und 70 Jahre Baureihe E 94 Mit dem Eintreffen der fabrikneuen E 94 001 beim Bw Innsbruck begann am 25. Mai 1940 die Einsatzgeschichte der Baureihe E 94. Das Jubiläum 175 Jahre Eisenbahn in Deutschland und das 70-jährige Dienstjubiläum der heutigen 1020.18 (E 94 001) war Anlass zu einem großen Krokodiltreffen. Die Initiative ging von den Eisenbahnfreunden Peter Hartung und Gerfried Moll aus. Da die Veranstalter in Innsbruck nicht die notwendige Zustimmung und Unterstützung der Österreichischen Bundesbahn bekamen, wurde der Ort für das Treffen nach Freilassing verlegt. Die Finanzierung erfolgte über eine Spendenaktion. Folgende Lokomotiven fanden sich in Freilassing ein:
Damit trafen erstmals E 94 in den unterschiedlichen Erscheinungsformen bei der
Deutschen Bundesbahn, der Deutschen Reichsbahn, der Österreichischen Bundesbahn und
der Privatbahnen zusammen. Mit der neu in oceanblau-beige lackierten 194 580 war
auch die wiederauferstandene "194 178-0" dabei. 2011 - Feiern in der Region Im Jahr 2011 war die E 94 279 an zwei Terminen öffentlich ausgestellt. Da war zum Einen
das Bahnhofsfest in Kornwestheim, welches die Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen
(GES) am 7. und 8. Mai anlässlich des 100.
Geburtstags ihrer Lok 11 veranstaltete und zum anderen das Bahnhofsfest am 11. September in Tübingen
zum Streckenjubiläum "150 Jahre Reutlingen - Rottenburg", veranstaltet von der DB-Tochtergesellschaft
RAB GmbH.
Text: Joachim Hund
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